Recycling ist schwierig! Nein, ich meine damit nicht, das es schwierig ist Dosen von Flaschen und Papier von Biomuell zu trennen..
Wir haben irgendwann, als wir endlich das Gefuehl hatten, alles andere im Griff zu haben, angefangen Flaschen, Dosen und Papier zu trennen. Nun hatte ich also diese drei verschiedenen Sortierkisten in der Wohnung und wusste nicht, wohin mit deren Inhalt, da unsere Apartmentanlage (genau wie die vorherige) nur einen einzigen riesigen Container fuer Muell anbietet. Dort landet dann auch das Sofa, das beim Auszug aussortiert wurde. Es hat lange gedauert, bis wir endlich im Supermarkt nebenan einen Platz gefunden haben, wo wir zumindest Plastikflaschen und Dosen abgeben koennen. Leider sind die Termine beschraenkt: Dienstags und Donnerstags von 12.00 am bis 02.00 pm am Service- bzw. Informationsschalter. Das sind natuerlich Zeiten, an denen "normale" Menschen arbeiten. Gott sei Dank habe ich einen Mann, der natuerlich "normal" ist und gleichzeitig aber auch flexiblere Arbeitszeiten hat. Wir muessen allerdings die Flaschen und Dosen bereits in getrennten Tueten und abgezaehlt zum Schalter bringen (man will sich ja nicht auch noch schmutzig machen...). Die Dame oder der Herr hinter dem Schalter glaubt ohne mit der Wimper zu zucken, die Anzahl des Sammelsuriums und gibt einem das entsprechende Geld!
Mein Team bei Paychex produziert auch eine Menge Muell in Form von Dosen und Flaschen. Man kann sich wohl denken, dass ich auch hier gerne Recycling einfuehren wollte, doch mit Argumentation a la "Save the Earth" nicht wirklich weiter kam. Ein Trick musste her - wir haben gemeinsam entschieden, dass wir das Geld, welches wir aus unserem Recyclinggut "ergattern" in Lotterielose umsetzen. So trennt nun jeder meiner Teamkollegen Dosen von Flaschen und bringt sogar die von zu Hause mit, in der Hoffnung, wir knacken damit den Millionenjackpot!
Ich habe mich angeboten, alle zwei Wochen unseren "Muell" in der Mittagspause zur Entsorgung zu bringen. Meine Kollegin begleitet mich, da sie mir am Anfang auch den Supermarkt zeigen wollte, der fuer uns am naehesten liegt. Und siehe da, hier ist es ganz anders, wie bei unserem Supermarkt. Hier steht ein Container vor dem Laden und man sortiert seine Flaschen (hier sind sogar Glasflaschen erlaubt!) und Dosen in unterschiedliche blaue Plastiktonnen. Man hat hier die Moeglichkeit, Dosen sowie auch Flaschen wiegen zu lassen. Uns hat der verantwortliche Herr jedoch erklaert, dass man beim abwiegen der Plastikflaschen nicht das Geld herausbekommt, was man bekommen wuerde, wenn man sich die Muehe macht, sie zu zaehlen - naemlich 0.5 Cent pro kleiner Flasche. Bei den Dosen gaebe es keinen Unterschied.... Ausserdem bekommt man hier fuer die Milchflaschen sogar statt der 0.5 Cent, die wir bei verschiedenen anderen Supermaerkten bis jetzt zurueckerstattet bekommen haben, ganze 10 Cent!
Der Container ist sogar 4 Tage die Woche geoeffnet, es sei denn, er ist wegen Ueberfuellung geschlossen. So geschehen letzte Woche - da haben wohl mehr Leute Recyclinggut weggebracht, wie ueblich!
Gestern hat das Team nun 6.30 Dollar erziehlt und hofft bei der heutigen Ziehung im Lotto auf den Gewinn. Das Team Herbert und Tanja war "nur" mit 2.35 Dollar dabei - aber Kleinvieh macht ja bekanntlich auch Mist.
Fuer unser Altpapier haben wir im uebrigen noch immer keine Loesung gefunden!